Über mich

Was mich bewegt

Im Jahr 2021 habe ich bewusst einen Schnitt gemacht: weg vom klassischen Berufsleben, hin zu einer Tätigkeit, die Wissen weitergibt und gesellschaftlich wirksam ist. Mein Ziel ist es, jungen Menschen Orientierung zu geben, Zusammenhänge verständlich zu machen und Sinn im Gelernten erfahrbar werden zu lassen.

Meine Arbeit basiert auf zwei Säulen. Zum einen bin ich Lokführer bei der Deutschen Bahn und damit Teil der Verkehrswende und einer nachhaltigen Mobilität. Zum anderen arbeite ich freiberuflich als Pädagoge in der Kunst- und Handwerkspädagogik und begleite Kinder und Jugendliche in praxisnahen Bildungsprojekten.

Ich bin ausgebildeter Vermessungstechniker, Steinsetzer und Mosaizist, staatlich geprüfter Bautechniker und Lokführer. Viele Jahre war ich als Zunfthandwerker, Bauleiter und später auch in der IT-Branche tätig, insbesondere im Bereich Bausoftware und Vermessung. Diese vielfältigen beruflichen Erfahrungen prägen meine pädagogische Arbeit bis heute.

Als Dozent vermittle ich mein Wissen unter anderem am Alanus Werkhaus der Alanus Hochschule in Bornheim sowie beim Freien Bildungswerk Rheinland in Köln. Ein fester Bestandteil meiner Arbeit ist auch das traditionelle Handwerk: Einmal jährlich bin ich ehrenamtlich als Holzschindelmacher im Campus Galli in Meßkirch tätig.

Wie das Lernkonzept „Zugreise“ entstanden ist

Ausgangspunkt meiner pädagogischen Arbeit war ab 2021 die Kunst- und Handwerkspädagogik. In Zusammenarbeit mit Schulen entstanden Projekte zu Floßbau, mittelalterlicher Holzverarbeitung, traditionellem Handwerk sowie gemeinsame Mosaikprojekte mit dem Künstler Robert Kaller an Schulen und Kindergärten im Ruhrgebiet. Ziel war es von Anfang an, Lernen praktisch, begreifbar und sinnvoll zu gestalten.

Mit meiner Tätigkeit als Lokführer bei der Deutschen Bahn kam eine weitere, sehr prägende Erfahrung hinzu: Im täglichen Betrieb begegnen mir regelmäßig gefährliche Situationen im Bahnraum – insbesondere mit Kindern und Jugendlichen. Fehlendes Wissen über Gefahren, Regeln und Zusammenhänge im Bahnverkehr zeigte deutlich, dass hier ein großer pädagogischer Handlungsbedarf besteht.

Aus dieser Kombination entstand die Idee, meine bisherigen Bildungsprojekte neu zu denken und weiterzuentwickeln. Statt Kunst, Handwerk oder Technik isoliert zu vermitteln, habe ich ein Lernkonzept entwickelt, das Prävention im Bahnverkehr mit handwerklichen, künstlerischen und technischen Inhalten verbindet: die Zugreise.

Die Zugreise ist als erlebnisorientierte Lernfahrt aufgebaut. Die Schüler:innen „durchlaufen“ dabei eine Zugfahrt mit verschiedenen Stationen – vergleichbar mit Bahnhöfen. An jeder Station werden unterschiedliche Themen behandelt: Sicherheit und Prävention im Bahnverkehr, Handwerk und Materialerfahrung, Kunst und Gestaltung sowie grundlegende technische und geometrische Zusammenhänge. Lernen erfolgt nicht abstrakt, sondern über konkrete Aufgaben, Beobachtung, Mitmachen und Verstehen.

Das Konzept ist modular aufgebaut und kann flexibel an Altersstufe, Schulform und zeitliche Rahmenbedingungen angepasst werden. So ist ein ganzheitliches Lernangebot entstanden, das Bahnprävention, Handwerk, Kunst und Geometrie sinnvoll miteinander verbindet und Lernen als zusammenhängende Reise erfahrbar macht.


Lokführer

„Es ist schön, ein Teil der Verkehrswende zu sein“

Was als Kindheitstraum begann, ist heute mein Beruf: Lokführer. Nach fast 40 Jahren habe ich mir diesen Wunsch erfüllt – und genieße es, Tag für Tag Menschen sicher ans Ziel zu bringen und damit ein Stück nachhaltige Mobilität mitzugestalten.

Schindelmacher & Floßbauer

„Traditionelles Handwerk ist eine erhaltenswerte Kunst“

Ich liebe den Geruch von frisch geschlagenem Holz und die Vielfalt dessen, was man mit einfachen Werkzeugen und den eigenen Händen daraus schaffen kann. Alte Handwerkstechniken lebendig zu halten, ist für mich eine Form von Kulturpflege und Achtsamkeit gegenüber der Natur.

Steinsetzer & Mosaizist

„Kunst und Kreativität ist ein wichtiger Ausgleich“

Als gelernter Steinsetzer verbinde ich technisches Können mit gestalterischem Anspruch. Als Mosaizist und Dozent überführe ich dieses Wissen in die Kunst – von antiken Mosaiktechniken bis zu modernen Streetart- Interpretationen. Jedes Werk entsteht mit Präzision, Materialbewusstsein und künstlerischem Ausdruck.

Landvermesser

„Wer viel misst, misst viel Mist“

Dieser Satz begleitet mich seit meiner damaligen Ausbildung zum Vermessungstechniker – und lehrte mich, Präzision, Geduld und räumliches Denken zu verbinden. Die Lehre war das Fundament meiner beruflichen Laufbahn: Ohne sie hätten sich meine späteren Stationen – vom Bautechniker bis zum Pädagogen – nicht in dieser Weise entwickelt.